
Unsere Schäfer - die Teilnehmer des Hirtenzuges - im Portrait:Florian WeberDer luxemburger Schäfer Florian Weber zieht von Ouren über Weiswampach und Binsfeld nach Heinerscheid.
Robert GellweilerRobert Gellweiler (43) kommt aus Schmidthachenbach (in der Nähe von Idar-Oberstein) und hütet seine Schwarzkopf- und Merinoschafe im Sommer in einem Naturschutzgebiet im Eifelkreis Bitburg-Prüm.
Im September 2010 wandert Robert mit seiner 350-köpfigen Schafherde und seinem Schäferhund Franz von Brüssel durch Belgien bis nach Deutschland in die Eifel.
Johan SchoutedenStart am 31. August in Maaseik (Belgien)
Johan Schouteden ist mit ca. 450 Schafen, 2 Pferden, 2 Hunden und vielen, vielen Helfern und Besuchern unterwegs.
Erich RhöseStreckenabschnitt durch die Niederlande vom 26. bis 31. August 2010
Erich Rhöse bestreitet die Hirtenzugstrecke durch Holland (von Rothenbach nach Maaseik vom 26. bis 31.8.). Er ist 60 Jahre alt, verheiratet, hat 3 Kinder und 2 Enkelkinder und führt eine Schäferei in Echt, NL.
Ursprünglich aus Duderstadt (bei Göttingen), ist er 1979 nach Holland ausgewandert, wo er mit 650 Schwarzkopfmuttern und 50 Niederländischen Landziegenmuttern 17 km des Julianakanaals, Grünanlagen seiner Gemeinde und Deiche in Brabant behütet.
Schäfer ist er geworden, weil er Lust dazu hatte, und weil er einen Beitrag zur Biodiversität leisten möchte.
Er war bereits einer der ersten, die bei der Planung des Hirtenzuges beteiligt waren.
Franz EikermannStreckenabschnitt von Niag-Hafen bis an die niederländische Grenze vom bis 24.-26. August 2010.
Franz Eikermann, 53, hat eine Schäferei in Gangelt und übernahm die Strecke von Wegberg bis Rothenbach vom 24. bis 26.8. Er ist Schäfer in der 5. Generation ("dann wird man auch Schäfer"), hat 2 Söhne und eine Tochter, wobei sein 17-jähriger Sohn Thorsten sowie Silvano Dommershausen bei ihm im 1. Lehrjahr sind.
Mit seinen 800 Moorschnucken pflegt er das 90 ha große Naturschutzgebiet Tevener Heide, das 30 ha Naturschutzgebiet bei Wildenrath und die Deponie bei Rothenbach. Seine Schäferei betreibt auch Direktvermarktung.
Den Hirtenzug unterstützt er, da er nicht mehr von EU-Vorschriften hören kann.
Maik DünowMaik Dünow beschreitet den Streckenabschnitt von Dortmund nach Duisburg.
Er ist 36 Jahre alt und hat eine Schäferei mit Direktvermarktung in Wesel mit 800 Schwarzkopf- und Merino-Landschafen.
Mit seinen Schafen behütet er Naturschutzflächen, Deiche und Industriegebiete.
Sein Vater war bereits Schäfer und so fand auch er zum Schäferberuf, weil er nie was anderes werden wollte.
Er findet den Hirtenzug wichtig für die Schäfer und findet ein Mal im Leben muss man bei soetwas dabei sein, darum macht er mit.
Anton HenseBereits seit 1476 waren seine Vorfahren fortwärts Schäfer, und wegen diesem "Schafsblut" hat auch er zu diesem Beruf(ung?) gefunden:
Anton Hense, 54, verheiratet, hat in Erbram eine Schäferei mit 830 Mutterschafen.
Mit seinen Merino-Landschafen und Schwarzköpfen behütet er 160 ha Truppenübungsplatz und 45 ha Grünland, auf dem dank der extensiven Nutzung an die 80 Pflanzenarten vorkommen.
1970 bis 73 hat er seine Ausbildung absolviert, 1981 dann die Meisterprüfung, und seine Schäferei ist auch ein Ausbildungsbetrieb.
Am Hirtenzug nimmt er teil, da er auf die massiven Probleme, die ihm im Alltag begegnen, aufmerksam machen möchte. Wenn es nach ihm ginge, würde er noch 25 Jahre weiter machen.
Er zieht die Strecke von Blomberg bis Unna.
Wolfgang ScholleWolfang Scholle (57) unterstützt den Hirtenzug, da er Bürokratie in diesem Ausmaß nicht mag, und zieht deshalb zusammen mit Anton Hense von Blomberg nach Unna.
Er ist verheiratet, hat einen 19-jährigen Sohn und unterhält einen Biobetrieb in Lichtenau mit 350 Texel-Mutterschafen.
80 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, davon 50 ha Naturschutzgebiet werden von ihm behütet.
Zum Schäferberuf fand er, da er Schafe mag und ihm die Arbeit draußen gefällt.
Zudem war sicherlich ein Einfluss, dass sein Vater gerne gut kochte und hierzu hobby-mäßig ein paar Schafe hatte.
Klaus SeebürgerKlaus Seebürger, etwas älter als ein halbes Jahrhundert, hat vier Kinder (Leona, Marlon, Milan und Jannis) und eine Schäferei in 19273 Preten.
Dort hütet er 50km Elb-Sudedeich, einen Segelflugplatz und 2 große Poldergebiete mit 3 großen, 2 mittleren und einer kleinen Herde bestehend aus Schwarzköpfen, Bergschafen, Leine-Schafen und allerlei Kreuzungen.
Er stammt aus kleinbäuerlichen Verhältnissen und ist Schäfer geworden weil er schafsüchtig ist und eben nicht anders kann.
Beim Hirtenzug übernimmt er die Strecke von Lüneburg nach Blomberg, da er "mit dem Rhythmus der Herde mit muss" und "weil es eine große Chance für uns Schäfer ist, eine super Idee".
Adolf und Wendelin SchmückerAdolf Schmücker (Rentner, 69 Jahre) und sein Sohn Wendelin Schmücker (34 Jahre) führen einen Familienbetrieb im niedersächsischen Winsen an der Luhe.
Schäfermeister Wendelin Schmücker ist verheiratet und hat drei Kinder.
Der Betrieb hat 700 Mutterschafe der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf und bewirtschaftet 82 ha Grünland.
Bis 2009 wurde Herdbuchzucht betrieben. Hier wurden große Erfolge erzielt: beispielsweise 1982 und 1997 wurde jeweils ein Schaf Bundessieger. Auf mehreren Auktionen wurden beste Böcke gekört. Außerdem wurden Herdbuchtiere ins Ausland verkauft. Das weiteste bis nach China.
Die Familie Schmücker hat seit 1750 mit Schafen zu tun. Die Familie stammt aus Nordrhein-Westfalen und ist seit 1950 in Winsen beheimatet.
Schmückers nehmen am Hirtenzug teil, um die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, was Schafe für uns alle leisten. Mit dem Hirtenzug wollen sie zeigen, dass man nur gemeinsam stark ist.
Maik Gersonde |  | |  | |  Schäfermeister Maik Gersonde
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Etappe: vom 12. bis 18. Juni 2010 von Havelberg bis Dömitz
Maik Gersonde, 43-jähriger Schäfermeister und Familienvater führt einen 400-ha-Betrieb, davon allein 240 ha Elbdeich, mit 1500 Mutterschafen.
Der Schlesiner Hof hat zwei Schäferinnen und zwei Aushilfen angestellt und befindet sich in Niendorf, Mecklenburg-Vorpommern.
Dieses Jahr feiert die Familie 20jähriges Betriebsjubiläum - 1990 hatten sie mit 150 Mutterschafen angefangen.
Am 15.-17. Juni 2010 wurde er von Schäfer Erich Bunge abgelöst.
Mit seiner Beteiligung am Hirtenzug will er die Öffentlichkeit über die Leistung der Schafhaltung informieren.
Frank Hahnel |  | |  Foto: V. Telaar, (bei der Auftaktveranstaltung in Berlin) ganz links Hahnel Junior, Frank Hahnel 3. von links
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Etappe: am 11. Juni 2010 vom Deich der Dosse nach Damerow
Die Familie Hahnel hat ihren Betrieb, die Schäferei Marienfeld mit 290 Merinolandschafen seit 1991 in Müncheberg.
Schäfer Frank Hahnel ist Vorstandsmitglied des Landesschafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg sowie Mitglied des Bundesvorstands der AAH (Arbeitsgemeinschaft Altdeutsche Hütehunde).
Seine Schafe pflegen klein strukturiertes Niedermoor.
„Gebt den Schäfern eine Zukunft, denn sie sterben aus!“
Mathias ZalengaEtappe: am 10. Juni 2010 von Friedrichsbruch nach Rübhorst
Teilnahme am Hirtenzug 2010 der Landprodukte e.G. Markgrafpieske/ Spreenhagen
Beim stattfindenden Hirtenzug nach Brüssel werden wir von unserem 38 jährigen Hauptschäfer Mathias Zalenga vertreten. Er selbst ist in der Landwirtschaft aufgewachsen und hatte seit seinem 6. Lebensjahr den Berufswunsch zum Schäfer verfolgt. Heute ist der Familienvater für die gesamte Schafhaltung der Landprodukte e.G. Markgrafpieske/ Spreenhagen mit 620 Mutterschafen und dazugehöriger Lämmermast verantwortlich. Seine zwei Hütehunde Cora und Roy sind wichtige Hilfen und bringen Licht in die oftmals schwere Arbeit. Gehalten werden Schafe der Rasse „Schwarzköpfige Fleischschafe“. Sie werden ganzjährig im Freien gehalten. Mit den Schafen ziehen unsere beiden Schäfer in einem Umkreis von 20 km zur natürlichen und schonenden Pflege über die nicht intensiv bewirtschaftbaren Acker- und Grünlandflächen der Region. Im Vordergrund stehen dabei eine ökologische und umweltschonende Bewirtschaftung. Die Wahrung natürlicher Lebensräume ist nur durch solch eine schonende Pflege möglich. Die Schafhaltung ist nur noch ein seltenes Bild in unserer Landschaft und für unsere Mitbürger ein gern gesehenes Spektakel auf dem Lande. Aus fester Überzeugung wie wichtig die Schäferei für unsere Umwelt ist, nehmen wir am großen Hirtenzug teil. In diesem Zusammenhang wollen wir auf die Probleme der Schafhaltung aufmerksam machen. Die elektronische Tierkennzeichnung ist nur ein Beispiel der fragwürdigen Gesetze die sich die Politiker in ihren Büros in Brüssel ausdenken. Warum haben Schafhalter kein Recht auf Agrardieselsteuerrückerstattung? Solche Auflagen lassen die Produktionskosten für Schafe in die Höhe schellen, damit wird die Schäferei ökonomisch unattraktiv und droht auf langer Sicht aus unserem Kultur- und Landschaftsbild zu verschwinden. Die zurückbleibenden Flächen müssen dann um den Gesetzen aus Brüssel gerecht zu werden zu Ungunsten der Natur mit schweren Maschinen gepflegt werden.
Die Schäferei darf nicht gänzlich aus unserem Landschaftsbild verschwinden!
Als Bewerber für das Landesleistungshüten 2011 hoffen wir auf eine Nominierung durch den Schafzuchtverband Berlin - Brandenburg.
Thomas HeiseEtappe: am 9. Juni 2010 von Neustadt nach Friedrichsbruch
Schäfermeister Thomas Heise hat sich ein Maskottchen für den Hirtenzug auf den Arm tätowieren lassen! 
 | |  Thomas Heise - Schäfer aus Überzeugung
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Steffen DeikeEtappe: am 8. Juni 2010 von Garz/Brandenburg bis Basikow
Der Familienvater (2 Kinder) hält 500 Mutterschafen auf 90 ha. Seine Schafe pflegen Teile des Rihnluch bei Neuruppin.
137 seiner Schafe sind den gesamten Abschnitt des Hirtenzuges in Brandenburg gezogen.
Mit dem Hirtenzug will er den Zusammenhalt der Schäfer dokumentieren und auf die Leistung der Schafhaltung aufmerksam machen.

 | |  | |  Steffen Deike mit seiner Herde/ Eheleute Deike
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Knut KucznikEtappe: vom 4. bis 12. Juni 2010; Auftaktveranstaltung Berlin und Begleitung des Routenabschnitts Brandenburg
Schäfermeister und Familienvater Knut Kucznik führt eine Schäferei mit 500 Schwarzköpfigen Fleischschafen.
Er pflegt kleinstrukturiertes Niedermoor und fördert so das Vorkommen von Wiesenknopf. Hiervon ernährt sich der Wiesenbläuling.
Schäfer Kucznik fordert, dass Wanderschäfer Wege und Straßen benutzen dürfen.
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